00:00:07: Hallo zu einer weiteren Folge von Großer Artig.
00:00:12: Heute ein ganz tolles Thema und zwar dritter Orte, wenn ihr euch fragt was das ist bleibt auf jeden Fall dran!
00:00:19: Zu Gast heute bei mir Silke Niermann die Geschäftsführerin der Stabilität hier in Güterslohn.
00:00:24: Viel Spaß!
00:00:33: Hallo zu meiner neuen Aufnahme von Große Artig!
00:00:37: Heute bin ich wieder an der VHS in meinem schönen Studio unter dem Dach und habe einen ganz tollen Gast.
00:00:44: Liebe Silke, stelle ich doch einmal kurz vor.
00:00:47: Ja!
00:00:47: Ich bin Silke Niermann, Leitere in der Stadtbibliothek Gütersloh.
00:00:50: Hallo Frauke
00:00:53: und du bist heute hier weil wir ein ganz tolles wichtiges Thema sprechen möchten nämlich dritte Orte.
00:00:58: ja dritte orte vielleicht nicht für jeden nachvollziehbar.
00:01:02: was ist jetzt ein dritter Ort?
00:01:04: Wir im Bibliotheksbereich arbeiten da schon länger mit und versuchen unsere Bibliotiken in so eine Richtung zu entwickeln.
00:01:14: Geschichte aus den Achtzigerjahren von einem Soziologen aus Amerika, der mal definiert hat wie sich so unser Lebensalltag aufteilt.
00:01:23: Es gibt da das private Das ist der erste Ort.
00:01:27: es gibt die Arbeit das berufliche das ist der zweite Ort.
00:01:31: und dann gibt es das soziale Der Verein Die Kneipe Das spazieren gehen in Natur irgendwo zu sein im Café zu sitzen das ist eben der dritte Ort.
00:01:42: Und so definiert.
00:01:44: Und das ist jetzt heute mal unser
00:01:47: Thema.
00:01:48: Vielleicht noch kurz zu dir.
00:01:49: Du bist ja nicht nur in Gütterstutt, in der Position Neidung der Stadtbibliothek sondern du bist auch auf Bundesebene aktiv.
00:01:56: also du kannst ja auch den Blick vom Bund mitbringen auf das Bibliothekswesen.
00:02:01: Kannst du da vielleicht noch kurz sagen wie ich das Amt du da noch innehast?
00:02:03: Das bin ich nämlich ganz spannend.
00:02:05: Genau es gibt natürlich auch für die Bibliothekene Deutschland und zwar für alle Biblioteken von dem kleinen kirchlichen Bisshoch zu den großen Universitätsbibiliotheken oder Nationalbibbiothek öffentlichen Bibliotheken ein Verband, den Deutschen Biblioteksverband.
00:02:22: Und dort bin ich im Bundesvorstand aktiv jetzt schon so in paar Jahre und bin für diesen Bereich der öffentlichen bibliotheken dort die
00:02:32: Ansprechperson.".
00:02:33: Ja super spannend!
00:02:34: Deswegen bist du auf jeden Fall die richtige Fachfrau.
00:02:35: liebe für das Thema hier heute brauchen.
00:02:37: Ich zum ersten Mal vom dritten Ort gehört als ich bei euch vor zwei Jahren beim Jubiläum war.
00:02:42: da war der Architekt der ANFOS da, quasi gestaltet hat.
00:02:49: Und der hat dort eine Präsentation gehalten und eben über diesen dritten Ort, weil wie du sagst es hat ja der Soziologe diese Dritten Ort definiert und er das glaube ich noch ein bisschen weiter ausgeführt ne?
00:03:00: Ja er geht von einer anderen Seite heran, er sagte einfach welche Menschen gibt es sozusagen in unserer Gesellschaft oder vielleicht dann auch eben in der eigentlichen Stadtgesellschaft hier in Gütersloh Und welche Orte brauchen solche Menschen?
00:03:16: Da sind natürlich auch viele Menschen dabei, die vielleicht eben nicht viel Geld haben.
00:03:22: Die ja als Familie mit Kindern unterwegs sind.
00:03:26: und welche öffentlichen Orte gibt es für diese Menschen, die natürlich kostengünstig sind einfach zu erreichen sind, die bei schlechten Wetter trocken sind, zu besuchen sind, auch wenn man kein Mitglied ist.
00:03:42: Also man muss keinen Vereinsmitglied zum Beispiel sein und da hat er sich sozusagen Gütersloh mal angeschaut welche Orte es hier in der Stadt, in der Innenstadt auch gibt und unter anderem eben uns natürlich auch als Stadtbibliothek und hat das eben Grunde so von aus der Sichtweise betrachtet.
00:04:02: also welcher Angebote haben die Menschen hier?
00:04:05: Und gerade Menschen die wie gesagt nicht viel Geld haben oder die einfach auch alleine sind, die einfach Orte gerne aufsuchen, wo andere Menschen sind.
00:04:16: Das ist natürlich im Sommer vielleicht auch der Marktplatz und der Wochenmarkt.
00:04:19: Auf jeden
00:04:19: Fall?
00:04:20: Genau!
00:04:22: Aber das sind eben auch solche ... müssen einfach in der Winterzeit zum Beispiel bei schlechten Wetter oder so, müssen das natürlich auch Gebäude sein, Orte sein, wo man so hingehen kann.
00:04:34: Da sind wir als Bibliotheken, nicht nur in Gütersloh, sondern natürlich auch in anderen Städten und Kommunen.
00:04:41: Also öffentliche Biblioteken insgesamt jetzt schon seit Jahren auch in so einer Rollenveränderung.
00:04:47: also das... Natürlich wenn man hört Stadtbibliothek, öffentliche bibliothek denkt man als erstes ja an Regale, an Bücher die man dort sich anschauen kann oder ausleihen kann.
00:05:00: vielleicht denkt man auch schon mittlerweile an digitale Angebote aber eben eher so an diesem ganzen Medienbereich.
00:05:05: und über die vielen, ja ich sag mal letzten Jahre schon fast kann man schon fast Jahrzehnte sagen haben sich die öffentlichen Bibliotheken eben doch auch noch ganz anders entwickelt.
00:05:17: Nämlich dass Menschen einfach dorthin gehen um vielleicht ein Kaffee zu trinken, um gemeinsam zu lernen, um vielleicht einfach nur dort zur Sitzende Zeitung zu lesen.
00:05:26: Vielleicht gehen sie auch dahin weil Sie wie gesagt sonst ganz alleine sind bisschen schauen können, was passiert und ein Gefühl davon bekommen nicht alleine zu sein sondern Teil einer Gemeinschaft zu sein.
00:05:40: Das passiert in vielen Bibliotheken besonders natürlichen Bibliotiken die vielleicht auch solche räumlichen Möglichkeiten haben also Platz, wo man sich hinsetzen kann.
00:05:50: Auch vielleicht ein Kaffeeangebot.
00:05:51: Freies W-Laden ist auch mittlerweile dann auch wichtig.
00:05:55: Ich habe ja von meiner Nichte gelernt, auch Strom ist wichtig, dass man ein Handy aufladen kann und auch ganz wichtiger Punkt.
00:06:01: Das sind aus manchmal die Kleinigkeiten aber ich glaube bei dem Thema eben ganz wichtig.
00:06:04: deswegen bin ich so froh das wir drüber sprechen.
00:06:07: Man nutzt ja diese Orte Aber weiß halt nicht genau, wie wichtig die vielleicht eigentlich sind.
00:06:12: Oder auch wie selten dann ja auch und es gibt immer mehr Gemeinden oder kleinere Orte wo diese Räume wegfallen.
00:06:19: Seele wo man sich treffen kann oder Gastronomieangebote oder so Rahmen Wo man sich eben wie du gerade so schön beschrieben hast zusammenkommen kannst Also alle Menschen sozusagen oder mal auch Menschen trifft, die man vielleicht sonst nicht so über den Weg läuft.
00:06:33: Und das fällt ja immer mehr weg und das macht diese dritte Orte noch wichtiger und wie du sagst verändern auch diesig.
00:06:40: Wenn man glaube ich nicht in dem Thema drin ist weil man halt überhaupt ... sich Bücher lieber kauft, anstatt auszuleiten zum Beispiel oder vielleicht nicht so informiert ist.
00:06:50: Weil man denkt ja wie du schon sagt, Stabbiothekbücher weiß ich nicht interessiert mich nicht aber was da alles noch zugehört und wieder Raum sich verändert oder dieser Ort das ist glaube ich vielen nicht bewusst.
00:07:00: tatsächlich
00:07:01: genau also dass es so etwas wo wir dann immer sagen einfach mal bei uns durch die Tür kommen, reinkommen, Atmosphäre mal wirken lassen und mal ein bisschen erleben was so bei uns wenn wir geöffnet haben dann so los ist.
00:07:15: Und da spielen natürlich auch viele Veranstaltungsformate auch noch eine Rolle, die wir natürlich auch... mittlerweile immer mehr entwickeln und aufgebaut haben.
00:07:25: Und auch die versuchen wir ja kostenlos oder so kostengünstig wie möglich zu halten, weil wir eben auch da sagen, da soll auch sowas wie Teilhabe passieren.
00:07:36: Es soll jeder Mensch in Gütersloh jetzt speziell oder natürlich insgesamt aber jetzt hier auch in Güterloh soll einfach eine Möglichkeit haben gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und auch relativ gut an bestimmte Informationen und auch ein Bildung zu kommen.
00:07:54: Also es ist wirklich eine ganz, wie soll ich sagen bei uns in der Bibliothek, eine ganz bunte Mixtur von ganz vielen verschiedenen Angeboten was glaube ich aber auch viele Bedürfnisse anspricht.
00:08:07: der Menschen.
00:08:08: Ich kann das auch nur unterstreichen.
00:08:09: Also die Atmosphäre da mal genießen, kann ich auch nur empfehlen.
00:08:12: Vor allem wenn dann irgendwie noch aus irgendeiner Ecke Musik kommt oder aus einer anderen Ecke da irgendwas am Tisch passiert.
00:08:17: Das ist wirklich sehr schön und ich genieße es auch immer sehr.
00:08:21: Wir haben jetzt nämlich genau beschrieben was ein dritter Ort der Begriff bedeutet.
00:08:25: Vielleicht kannst du nochmal sagen warum das so wichtig ist für die Demokratie?
00:08:29: Ja, da gibt es ja verschiedene Faktoren.
00:08:31: Ein Faktor ist zum Beispiel auch das Thema Einsamkeit.
00:08:35: Wenn die Menschen sozusagen alleine sind, einsam sind und sich auch manchmal nur so in ein Social-Media-Bubble bewegen, sag ich jetzt mal – das ist ja auch wirklich ein ganz großes Thema mittlerweile in der Gesellschaft – dann bleiben sie ja immer sozusagen eigenen Gedankenkonstrukt und sozusagen so die Öffnung, dass es vielleicht auch andere Meinungen gibt.
00:08:58: Andere Ansichten, andere Menschen, andere Kulturen, andere Verhaltensweisen.
00:09:03: das habe ich dann ja nicht wenn ich so mich sag mal ganz einfach gesagt immer im Wohnzimmer sitzen bleibe und immer mit meinem gleichen Informationsumfeld beschäftige.
00:09:15: Das ist ja das Schöne, dass wir als Bibliothek ja nun wirklich von Kindergartenkind bis zum Seenjohr-Seniorin alle mögliche Menschen bei uns im Haus haben.
00:09:28: Und zwar so ganz unverbindlich!
00:09:30: Also das heißt ich kann da auch hingehen und kann mir das eben mal wie du gerade beschrieben hast einfach angucken muss mich nicht outen warum ich da bin kann das beobachten, auf mich wirken lassen.
00:09:42: Vielleicht komme ich auch ins Gespräch mit jemandem.
00:09:44: Vielleicht komm' ich in Kontakt über Austausch und über Begegnung.
00:09:49: Brechen wir vielleicht dann auch so feste Vorstellungen auf?
00:09:53: Und ich find', dass ist was sehr
00:09:55: Demokratisches.".
00:09:56: Wohin braucht man ja erst mal auch nichts?
00:09:57: Konsumieren ist der Vorteil, kann einfach kommen und kein Geld ausgeben.
00:10:01: Und man kann ja dann zum Beispiel immer einen Puzzle liegen da kann man einfach pusseln.
00:10:04: also muss ich nicht dahinsetzen denken oh das ist jetzt irgendwie komisch.
00:10:06: oder man liest die Tageszeitung und gerade der Kinder- und Jugendbereich bei euch lädt ihr dazu ein dort zu verweilen und sich irgendwie niederzulassen.
00:10:14: Also dass es ja wirklich ganz besonders wie das auch gestaltet ist.
00:10:17: Genau!
00:10:18: Da haben wir ja mal so einen kleinen Prototyp gebaut und du hast eben grad gesagt den derart Niederländischer Designer, Innenarchitekt entwickelt hat.
00:10:28: Eigentlich haben das Kinder und Eltern aus Gütersloh entwickelt weil wir das ja in einem Prozess im Vorfeld gemacht haben wo wir ganz viel Interviews mit Kindern mit Eltern mit Großeltern geführt haben und dann zum Teil auch schon mal so in der noch alten Geschichte ... dalteten Kinderbibliothek, kleine Ecken gebaut haben.
00:10:49: Bereiche wie zum Beispiel so ein Verkleidungs-Stange mit
00:10:54: Kadewals
00:10:56: oder so Verkleydungssachen für Kinder hingengenkt und bisschen geguckt haben.
00:10:59: was machen die jetzt?
00:11:00: Nutzen die das wie toll finden?
00:11:03: Und daraus ist dann zB in dieser Kinderbibiothek eine kleine Nischeecke geworden, dass unsere kleine Verkleidiungskammer, die super gut ankommt hat ja eigentlich erst mal nichts mit klassisch Bibliotheken Bibliothek zu
00:11:15: tun.
00:11:16: Aber es hat etwas mit Inspiration zu tun.
00:11:20: und das ist auch, dass aus diesem Prozess der Kinderbibliotheks so drei Ergebnisse herausgekommen sind nenn ich's mal.
00:11:25: Das eine war Kinder wollen sich bewegen.
00:11:27: dadurch gibt sie diesen Pool mit Jeansstoff wo die Kinder wirklich Purzelbäume schlagen können und rumkrabbeln können.
00:11:34: zum Teil müssen Eltern da auch Purzelbräume schlagen.
00:11:38: Dann war das nächste Es soll gemütlich sein das haben wir ja auch dort versucht Mal beispielhaft mal so zu bauen mit Polster-Ecken und Nischen, wo man sich hinkuscheln kann.
00:11:49: Und es soll Inspiration geben.
00:11:51: also man soll was Neues immer entdecken wenn man an einen Ort kommt weil ja das die Menschen auch anregt.
00:11:58: Das versuchen wir natürlich mit unseren Medien mit den Bücherangeboten aber natürlich auch mit Veranstaltungen.
00:12:04: Wir sind da auch immer glaube ich sehr rege und sehr kreativ immer uns wieder ein bisschen etwas neues auszudenken um das auf dem Weg zu bringen.
00:12:13: Das ist so etwas, so stellen wir uns wirklich eine Bibliothek für die Gütersloha-Menschen vor.
00:12:21: Das
00:12:21: war eine geniale Idee.
00:12:23: auch einfach nicht zu fragen, die es da nutzen.
00:12:24: also Wahnsinn!
00:12:25: Genau das sind schon viele dran gescheitert.
00:12:30: dann überlegt man sich wie's wohl sein müsste aber einfach mal die zu fragen.
00:12:36: Wir haben ja oben in der zweiten Etage da ein bisschen Sohnart Ja, so Co-Working Bereich.
00:12:41: Also ein bisschen Lern und Arbeitsplätze in anderer Form an kleinen Stellen.
00:12:48: Und das ist zum Beispiel auch.
00:12:50: da haben wir mit Studenten hier den Hochschul Bielefeld Standort Gütersloch Studenten gesprochen und mit Schülern die bei uns sind.
00:12:57: Sind zum Teil auch bei denen zu Hause gewesen und haben uns zuhause deren kleine WG Zimmer oder Wohnungen, Studentenwohnung angeguckt.
00:13:05: Zum Beispiel hatte dann einer im Wohnzimmer einen Ries Wildbord hängen.
00:13:10: Okay,
00:13:11: also ... Da sagt er, ja wenn ich hier so sitze und lerne.
00:13:14: Und ich habe eine Idee da muss sich die sofort irgendwie an die Wand bringen nicht auch zum Zettel dann muss ich so weiter denken.
00:13:21: Das taucht immer wieder auf und so haben wir in einem einen Besprechungsraum eine ganze Wandseite ist ja Whiteboard weil wir gesagt haben okay das ist anscheinend viel besser als Flipchart also machen wir Whiteboard.
00:13:33: Das ist natürlich etwas was uns auch sehr wichtig ist.
00:13:37: dass wäre natürlich die Angebote die Bibliothek immer so weiterentwickeln, weil sie für die Menschen da sein soll.
00:13:45: Die hat keinen Selbstzweck, sondern sie soll ja dazu dasein, dass sie sozusagen das was Menschen in Gütersloh unter Umständen brauchen und das was wir möglich machen können, dass wir da irgendwo einen Teil zu beitragen, auch irgendwie zu herzen.
00:14:00: nicht herzustellen, aber an zu bieten.
00:14:04: Ihr bietet an und die Menschen müssen nicht mehr machen als das Nutzen letztendlich und deswegen laden wir da auf jeden Fall hier aktiv ein.
00:14:10: ja wenn wir mal gucken und kommen und verbeischtauen und gucken ob man da was nutzen kann oder wie es gestaltet ist und ob das was für einen ist also ich kenne auch diese wenn ihr diese langen Lernabende glaube ich sind dann sehr hölle los.
00:14:22: ja ich war letztens nämlich vor Ort und dachte ja uns zu acht Treffen und haben kaum Platz gekriegt, weil die ganzen Schüler in da waren.
00:14:32: Was ja super ist!
00:14:33: Aber wir haben es einfach dazu gesetzt, das ging auch wunderbar.
00:14:36: Das ist
00:14:37: überall irgendwo Platz.
00:14:38: Aber das ist wirklich Wahnsinn.
00:14:40: Ich kenne noch Menschen, die auf euch hinkommen, die sonst im Homeoffice sitzen.
00:14:43: Die sagen, ich gehe auch mal eine Stadt BOT.
00:14:44: Da komme ich mal raus, bin nicht irgendwie in Kontakt so...
00:14:47: Ja, ich habe so eine Theorie seit vielen Jahren.
00:14:52: So ne kleine Theorie.
00:14:56: digitaler die Welt wird geworden ist und wahrscheinlich ja immer weiter wird, umso mehr haben die Menschen einen Bedürfnis sich analog zu treffen.
00:15:06: Also das ist sozusagen wie so eine Parallelbewegung.
00:15:13: Man könnte jetzt auch sagen ... Die Kids wissen ja, wie man mit Teams und online sich vernetzt.
00:15:19: Und lernt ... Ich hab auch zwei jung erwachsene Töchter.
00:15:23: Die eine ist noch im Studium.
00:15:24: Sie lernt über Deutschland verteilt mit ihren Freunden für das Medizinstudium gemeinsam digital.
00:15:30: Aber die geht genauso gerne.
00:15:32: Die studiert in Jena, geht dort in die Stadtbibliothek weil sie sagt dann mach ich meine Stöpsel rein?
00:15:38: Ich bin dann sozusagen, die Geräuschkulisse ist ein bisschen ausgeblendet.
00:15:42: Aber ich sitze nicht irgendwie so allein zu Hause.
00:15:47: Das trägt einen irgendwie und man sieht ein bisschen was.
00:15:50: Man kann mal seine Gedanken schweifen lassen.
00:15:52: Und das ist so.
00:15:53: dass glaube ich was urmenschlich ist also dass man wirklich sozusagen die Nähe von anderen Menschen braucht.
00:16:00: Daum ist ja das Thema Einsamkeit Ja, wirklich ein wichtiges Thema.
00:16:03: Genau
00:16:04: und das was ja nicht nur eine Menschengruppe betrifft bei dem Thema spricht man ja oft auch über Senioren innen aber das betrifgt ja Jugendliche genauso wie alle anderen.
00:16:13: also weil du wie schon sagt es hat sich ja viel verändert also das Leben verändert sicher als wird auch sehr schneller und digitaler.
00:16:20: eben dann durch Corona haben wir natürlich alle noch gelernt uns auch mehr irgendwie zu Hause einzuschließen und da erstmal wieder rauszukommen richtig wieder in Kontakt zu kommen dass wir auf jeden Fall zurückfinden werden und müssen, weil das irgendwie in uns drin steckt.
00:16:36: Also wir werden wieder den Kontakt miteinander – das ist auch meine Theorie – wieder suchen und wieder mehr schätzen wissen, was ich ja interessant finde.
00:16:45: Es früher hatten die ja gar nicht so viel Möglichkeit miteinander einen Kontakt zu treten.
00:16:48: also da musste man irgendwo hingehen wenn man mit dem sprechen wollte oder irgendwann hat man vielleicht mal ein Post geschrieben und das dauert dann und ich weiß nicht wie es in der Zeit war aber ich glaube nicht beschwert haben wie heute, dass sie nicht informiert sind.
00:17:04: Also heute haben wir tausendfünft und achtundsevtig Möglichkeiten und sind ständig informiert und beballert.
00:17:08: Und trotzdem hat Menschen das Gefühl, dass die irgendwie nicht informierter sind oder man sie nicht mitgenommen weil keine Ahnung auf dem falschen Weg informiert oder nicht den richtigen Haken beim Newsletter gesetzt.
00:17:17: ich habe keine Ahnung und dann denke ich mir so wie kann da sein?
00:17:21: dass das früher irgendwie so kompliziert war und trotzdem funktioniert hat.
00:17:25: Und heute haben wir so viel Medien, und es findet trotzdem die Stadt nicht.
00:17:27: Ich glaube aber gerade da auch... Das Wichtig ist dieser persönliche Austausch.
00:17:31: also wenn du persönlich jetzt zu jemanden gehst, dass du das und das ist jetzt loskomm noch vorbei, dann kommen die eher als wenn sie fünf Newsletter- und drei WhatsApp gekriegt haben und das bei Instagram nochmal gelesen haben?
00:17:41: Ja, das gebe ich dir recht.
00:17:45: Das merken wir ja auch.
00:17:47: unser Weg ist ja auch schon ein bisschen länger.
00:17:50: jetzt zu diesem dritten Ort und ich würde so sagen letzten zwei drei Jahren.
00:17:55: zeigen sich vielleicht zu die Früchte dessen.
00:17:57: Und das merken wir auch, wir sind ja auf Instagram melden immer der Zeitung unsere Veranstaltungen Wir sprechen viel drüber.
00:18:06: ich bin ja oft so in der Stadt dann in irgendwelchen Runden unterwegs und mache immer Werbung für die Bibliothek und für unsere Angebote und unsere Rolle.
00:18:16: aber was glaube ich eine sehr große Wirkung hat ist sozusagen dieses vielleicht vom Mund zum Mund Propaganda Erfahrung macht und sagt, das ist total klasse.
00:18:26: Geh da doch mal hin!
00:18:27: Also ich gehe hier in Gütersloh zum Beispiel zum Sport und jetzt heute auch.
00:18:31: Und da hat mir bei den Sporträdern gesagt man... Ich war neulich bei euch weil ich ja zwischendurch auch mal ein bisschen arbeiten muss und dann muss sich einmal so um die Ecke.
00:18:39: Das war irgendwie total voll.
00:18:40: Das ist ja total cool.
00:18:41: und er hat gesagt.. Ich habe meinen Freund schon gesagt, ich glaube ich finde eher eine Freundin in einer Stadtbibliothek
00:18:47: Das ist doch noch nächster Angebot.
00:18:50: Das
00:18:51: soll mich total
00:18:52: cool!
00:18:53: So ein Singletisch machen.
00:18:56: Ja,
00:18:57: ich hab tolle Kollegen in Deutschland, in öffentlichen Bibliotheken, die wirklich auch tolle Ideen haben.
00:19:04: und die Idee gibt es auch schon so einen Speed-Dating in der Bibliothek.
00:19:10: Das
00:19:10: kann man ja bei Büchern super machen.
00:19:12: Da hast du nur so'n Buch dabei wenn wir das über den Buch sprechen... Ich hatte das jetzt auch weil welcher Veranstaltung war?
00:19:16: Ausstellung zum Thema.
00:19:18: Da ging es um Informationen, digitale Informationen, Fake News und so.
00:19:22: ne?
00:19:22: Sehr schöne Ausstellungen war das!
00:19:24: Und da war ich nämlich zur Eröffnung und da bin ich auch damit einer Frau ins Gespräch gekommen.
00:19:29: also wir kennen uns vorher nicht.
00:19:30: aber wie das dann halt ist man bist du bei so einer Veranstaltung und er hat jetzt ein paar Bücher zu dem Thema ausgelegt und da über diese Bücher sind wir dann im Gespräch bekommen und das war total gut.
00:19:39: Das ist ja sofort ein Thema.
00:19:40: Aber
00:19:40: da machen wir jetzt ein neues Format kann ich ja schon mal ein bisschen Werbung für machen und zwar einen After-World Angebot für den frühen Abend.
00:19:49: Wir müssen immer ein bisschen mit unseren personellen Ressourcen gucken, das war alles so hinbekommen.
00:19:54: Das nennt sich zwischen den Kapiteln und da geht es wirklich drum einfach locker zusammen zu kommen.
00:19:59: an Stehtischen sind auch ein paar Kollegen zwei drei sollen immer Kollegen von uns dabei, Kolleginnen davon dabei sein und dass man sozusagen in so ein bisschen getränkt und snackt und in Austausch kommt und über Bücher spricht vielleicht ein bisschen was vorgestellt bekommen ganz locker niederschwellig.
00:20:15: Wenn wir was hinkriegen, dann machen wir es im Sommer hinten im Lesegarten und wollen da mit starten.
00:20:22: Gucken wir mal, wie es so läuft.
00:20:24: Aber das ist genau so dieses Angebot da locker und unkompliziert zusammenzukommen und ein ganz einfaches Format anzubieten.
00:20:35: Das ist auch unser Grundprinzip von einem dritten Ort.
00:20:41: Man sagt immer niederschwellig – das muss einfach sein, unkompliciert, unverbindlich!
00:20:46: Man kann eben absichtslos in eine Bibliothek gehen.
00:20:51: Ja,
00:20:51: genau!
00:20:52: Ohne irgendwas zu wollen und da gehe ich einfach rein.
00:20:55: Irgendwas will man dann vielleicht doch uns wenn es ist... Ich muss auf die Toilette gehen.
00:20:59: Ob das
00:21:00: warum nicht?
00:21:01: Also so oder ich warte auf meine was weiß ich frauweise gerade auf dem Wochenmarkt ist oder irgendwohin sich da Shopping und habe keine Lust drauf und gebe meinem Kind in die Kinderbibliotheken und warte da einfach.
00:21:15: Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten oder Hintergründe, warum die Menschen bei uns sind.
00:21:24: Das macht es wahnsinnig spannend für uns und wir freuen uns auch immer wenn's im Haus summt und brummt.
00:21:33: Aber
00:21:34: das ist
00:21:35: natürlich auch eine Herausforderung, dass alles sozusagen ja der unterschiedliche Vorstellung von einer Bibliothek bei unseren Besuchern unter einen Hut zu bekommen.
00:21:45: Also es gibt eben natürlich auch die, die gerne dann mehr Ruhe hätten und in Ruhe ein bisschen Stöbern am Regal sich irgendwo hinsetzen mal ein bisschen Buch anlesen oder Zeitungen lesen und da ist natürlich wenn's wirklich voll ist und Kinderfamilien und dann noch Veranstaltungen sind und auch nicht immer ganz still sind, dann ist schon da viel Geräuschkulisse.
00:22:09: Aber das finde ich auch gut, dass du das noch mal sagst.
00:22:11: Auch vielleicht gibt es ja die Menschen, die Bibliotheken nur aus diesen amerikanischen Filmen kennen, wo man mal ganz leise sein muss und alle mal sitzen.
00:22:17: So ist es nicht.
00:22:19: Natürlich wünscht es sich nicht, dass man herumbohlt, dass es nirgendwo in einem öffentlichen Gebäude irgendwie das was man möchte aber das ist da nicht so, dass auf gar keinen Fall sprechen darf.
00:22:28: oder kommen wir auch ganz schnell zum Lernen oder nachhilfeangebote habe ganz individuell, oder wie gesagt wir haben uns auch getroffen mit acht Leuten um was zu besprechen.
00:22:38: Da sitzt keiner und sagt ihr das darfst du nicht.
00:22:42: Also ich sag mal die Stadtbibliothek Güttersloh ist nur wirklich ein besonderes Gebäude von der Architektur her.
00:22:47: dadurch dass es so offen ist also hat ja so ein bisschen so einen Kaufhauscharakter von der Archeitektur und das ist total schön weil man eigentlich an
00:22:57: fast
00:22:57: allen Stellen im Haus alles sehen kann und mitbekommen kann Wo ist was los?
00:23:03: Wo ist wer, wo ist es ruhig und so weiter.
00:23:06: Selbst wir oben, wenn wir aus unserem Büro zum Beispiel mal in die Tee-Küche gehen sind wir ja auch in diesem großen Rundeil und können sozusagen fast überall im Blick hinwerfen.
00:23:18: Genau.
00:23:18: Und kriegen das eben so... Man bekommt sofort mit.
00:23:20: Es ist jetzt heute ein ruhiger Tag, es ist jetzt unruhig.
00:23:24: Zum Teil auch dass man was sieht, was Kollegen an den Infopletzen nicht sehen, dann muss man da auch mal einen Hinweis geben oder einmal hingehen.
00:23:31: Das ist total toll, aber das ist natürlich eben genau.
00:23:34: Dann hat man aber auch so ein bisschen die andere Seite.
00:23:36: also wir versuchen dann wenn jemand da so sagt es jetzt ein bisschen laut denn sagen wir gehen sie vielleicht gibt ja so Bereiche die sind so ein bischen ab von diesem ganz offenen und dass versuchen wir auch immer Wir räumen ja auch ab und an mal so ein bisschen um.
00:23:50: Das war das nochmal irgendwie, so'n bisschen gestalten und versuchen dann die Arbeitsplätze vielleicht so'nn bisschen nach hinten, dass das nicht so irre ins Gebäude reinschaltet.
00:24:02: Aber für uns eigentlich gut weil das heißt, die Menschen kommen!
00:24:07: Es ist dann für sie, die da sind.
00:24:10: Ist es eben gerade dieser dritte Ort?
00:24:12: Ja, total.
00:24:13: Und jetzt nochmal kurz zur Geräuschkulisse.
00:24:15: Also falls hier eine Geräuschtkulis ist wir haben Fenster auf und für die, die jetzt gerade zuhören damit wir sie einigermaßen bei dem Wetter aushalten wollte ich nur kurz sagen und zum Thema Dritte Orte du sagst das hat sich sehr verändert in den letzten Jahren.
00:24:28: was denkst du denn?
00:24:29: welche Veränderungen kommen noch oder welche Wünschst du dir vielleicht auch?
00:24:34: Wie entwickelt sich das weiter, weil ich finde wie gesagt dieses Thema Dritte Orte ganz wichtig ist.
00:24:39: Deswegen auch das bewusst zu machen in den Köpfen, wie wichtig solche Orte sind und wie sehr man die schützen muss und auch nutzen darf dass eben dieses Zusammenkommen mehr wird statt weniger da ja vielleicht findet ihr nochmal so eine Idee oder ein Ausblick oder wie sich das vielleicht in Zukunft verändert.
00:24:57: also natürlich Wünschen wir uns, dass diese Stadtbibliothek Gütersloh so wie sie da ist natürlich erhalten bleibt und weiterhin eben ein solcher Ort für Menschen sein kann.
00:25:09: Vielleicht auch es mal irgendwann schaffen vielleicht sogar noch weiter und länger öffnen zu können als das jetzt der Fall ist.
00:25:16: dann müsste man aber auch so ein bisschen was auch erneuern und Technik installieren usw.
00:25:24: Und da sagen wir immer, das müssen wir mal so im Großen und Ganzen dann denken also jetzt nicht nur an der und der kleinen Stelle.
00:25:30: Also das ist wirklich natürlich unser ganz großer Wunsch.
00:25:35: Das war mit dieser Bibliothek, haben wir ja vor zwei Jahren Vierzigjähriges das Gebäude gefeiert.
00:25:40: Genau!
00:25:40: Das war da auch noch in den nächsten vierzig Jahren für Gütersloh ein toller Ort sind oder für die Gütersluhr-Lohrinnen.
00:25:47: Aber ich sag mal wo geht die Reise hin?
00:25:49: Gerade weil der Bedarf in einer Gesellschaft so groß ist und es gibt eben auch andere noch Orte in Gütersloo.
00:25:55: So Weberrei ist jetzt nur wieder im Aufbau Und in so einer Art, was heißt Neuentwicklung?
00:26:03: Aber ja, so ein Neustart nenn ich es mal.
00:26:06: Auf jeden
00:26:06: Fall und auch etwas, das jetzt gerade erst einmal wegfällt.
00:26:09: Ja genau!
00:26:10: Das merkt man auch.
00:26:11: also wir bekommen dann auch mehr Anfragen.
00:26:14: Wir haben da auch schon bisschen Herberge.
00:26:15: für mindestens eine Gruppe konnten wir auch Herbergen jetzt erstmal sein.
00:26:20: Oder eben auch so die Volkshochschule mit vielen Angeboten, für ein breites Publikum sag ich mal.
00:26:26: Und Kirchengemein also es gibt ja wirklich noch ganz viele andere Orte, die natürlich andere Rahmenbedingungen haben als wir jetzt in der Stadtbibliothek und als wir das bisher so jetzt entwickelt haben.
00:26:39: aber dann auch wirklich mal zu sagen Wir gucken uns das mal irgendwo gesamt an wie man auch sozusagen was heißt Gemeinschaft?
00:26:50: den Weg gehen kann.
00:26:50: Aber sozusagen dieses dritte Ort nochmal für die Stadt auch, also für die Raumstadt zu denken.
00:27:00: Da bin ich immer erst mal ganz offen dass man eben schaut wo sind welche Rahmenbedingungen?
00:27:06: Wo ist was möglich?
00:27:07: Wo sind aber auch dann Grenzen?
00:27:08: Wo vielleicht ein anderer da eine Chance hat und eine Möglichkeit hat.
00:27:12: das könnte ich mir schon vorstellen dass das noch einmal so zukünftig nochmal auch so ein Thema wird.
00:27:18: Es gibt auch, da haben wir uns jetzt aber noch nicht so mitbefasst.
00:27:23: Ich weiß nur dass zum Beispiel die Berliner Bibliotheken die arbeiten in einem großen Verbund zusammen das ist wirklich riesig Und die haben natürlich auch nochmal andere Möglichkeiten, Dinge zu entwickeln.
00:27:34: Da ist ein Kollege dabei der einen sogenannten digitalen dritten Ort entwickelt also als Gegenpol zu klassischen Instagram und solchen Communities wo man ja weiß wie sie mit diesen Algorithmen funktionieren und im Grunde einen digitalen Raum zu schaffen wo Menschen sich begegnen und diskutieren können.
00:27:55: Ja es ist gerade so ganz ganz frisch da haben wir jetzt erstmal gar nicht Ressourcen da jetzt irgendwie so einzuscheigen, aber ich finde das spannend als Gedanken.
00:28:04: Total!
00:28:05: Und so ist es natürlich dass wir immer auch rechts und links gucken.
00:28:09: Was machen andere Kollegen, andere Bibliotheken?
00:28:11: Und klar natürlich durch meine Funktion da noch im Vorstand vom Deutschen Biblioteksverband bekomme ich das ja auch mit.
00:28:19: Ich bekomme auch mit was in den Ministerien passiert.
00:28:23: Wir sind jetzt mit einem Ministerium unterwegs als Bibliotheksverband in Richtung einer Kampagne gegen Einsamkeit.
00:28:30: wo das ist?
00:28:31: das Ministerium für Bildung des Prienministeriums?
00:28:37: Bildung Familie, Senioren... Also so ein ganz langes BM.
00:28:46: Ja ist das eine ja neue Einstellung auch?
00:28:48: Ja Frauen, genau Bildung.
00:28:52: Bundesministerium für Bildung, Senioren, Frauen
00:28:56: Ja, ich hab's
00:28:57: B-N-B-F-S-FJ.
00:29:00: Das kann sich ja keinen Menschen merken.
00:29:01: mal ganz ehrlich.
00:29:02: Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend?
00:29:05: So!
00:29:06: Genau die kleinen Folgen.
00:29:08: Das sehen
00:29:09: wir.
00:29:09: Und das ist zum Beispiel spannend dass sie nun jetzt auch so entdecken.
00:29:13: Bibliotheken spielen da sind ganz wichtige Orte für eben dieses Thema weil dort die Menschen eben sind und ich meine es geht keiner durch die Welt und sagt so hallo Ich bin einsam So, es macht ja keiner.
00:29:27: Sondern wir beobachten das einfach im Haus.
00:29:29: Wir wissen auch ... Wir kennen auch bei uns wirklich...
00:29:33: Die immer kommen und dann
00:29:34: nicht riechen
00:29:35: oder weisen?
00:29:36: Ja noch
00:29:36: niemals!
00:29:36: Die da aber wirklich einen ganzen Tag einfach sitzen Zeitung lesen mal ein Kaffee trinken vielleicht manchmal noch nicht mal das Geld haben für den Kaffeesund einfach nur da sitzen und das geht eben Und das ist eben möglich und das ist total schön.
00:29:50: Aber das macht ja so speziell bei diesem Thema Einsamkeit.
00:29:53: Du musst es erst mal für dich selber verstehen, also merken dass du einsam, dieses überhaupt das zu schaffen schonmal ein Step und dann in Aktionen zu treten und zu wissen ich kann was dagegen tun und das sind wahnsinnig viele Hürden.
00:30:07: deswegen brauchst auf jeden Fall passende niederschwellige Angebote.
00:30:10: Das ist echt ein Riesenthema.
00:30:12: Und wie gesagt wenn man über die Erwachsenen spricht jetzt haben aber Jugendliche sind da auch voll nicht weniger von betroffen wahrscheinlich keine Zahlen Aber es ist überall, also gesellschaftliches Problem.
00:30:22: Und gerade deswegen finde ich halt wichtig diese Orte zu schaffen dafür und diese Angebote und wundere mich dann manchmal nicht so gesehen wird oder nicht so wertgeschätzt wird oder noch nicht so wichtig gemacht wird.
00:30:33: So weil da muss eigentlich alle Energie reinkommen und das ist ja auch so stark menschenabhängig.
00:30:39: Also bei dir ist ja du hörst jetzt ein bisschen immer eine sehr aktive Person und bremst dafür Ja?
00:30:44: Ich kann jedem empfehlen wenn man irgendwie die Möglichkeit hat darüber sprechen zu hören, ja das nutzen auf jeden Fall.
00:30:52: Das motiviert dann richtig, wenn wir mitmachen und das braucht es auch.
00:30:56: Das muss man ja auch ehrlich gestehen so.
00:30:58: Es sind immer die Menschen diese eben auch gestalten.
00:31:01: Ja und man braucht auch... das muss ich auch sagen Ich bin da ja nicht die Einzige, man braucht einfach auch ein ganz tolles Team und tolle Kolleginnen und Kollegen, die so einen Weg dann auch mitgehen.
00:31:10: Weil es wirklich eine Veränderung ist gegenüber... ich bin jetzt auch schon seit, naja, thirty-fünf Jahren sozusagen in dem Beruf und das hat sich wirklich geändert.
00:31:22: Bin da auch so mit ganz anderen Rahmenbedingungen gestartet.
00:31:25: Das ist hier in Gütersloh In dieser Stadtbibliothek ist das wirklich so ein Team meiner Leitung, sondern auch schon davor war da immer eine hohe Kreativität und Innovationsinteresse sage ich jetzt mal.
00:31:41: Das ist schon wirklich was Besonderes und es ist wirklich so dass wir ganz oft in unseren Teamsitzungen und Planungssitzungen dann wirklich sitzen und wenn man über Themen sprechen das dann wirklich gesagt wird so Wir haben aber die Erfahrung hier die Kunden wollen das so oder die Besucher sind die Rückmeldung gekommen Und was machen wir da und wie können wir das?
00:32:03: Wie können wir da irgendwie vielleicht noch etwas ändern, unsere Abläufe, Angebote usw.
00:32:08: Das spielt schon bei uns eine recht große Rolle.
00:32:12: Natürlich gibt es dann irgendwann immer Grenzen von dem Geld oder den personellen Ressourcen etwas zu tun und zu machen.
00:32:21: Da kämpfen wir uns aber so durch und versuchen, dass was möglich ist auch irgendwie möglich zu machen muss ich sagen, ganz viel Engagement vom Team damit rein.
00:32:33: Also da wird vieles gemacht was man vielleicht nicht machen müsste könnte man sich auch so.
00:32:39: aber weil aber wenn man dann aber auch merkt das ist ja auch das Tolle in solchen unseren Branchen berufen wenn wenn man wirklich merkt Es bringt was für die Gesellschaft.
00:32:49: Es macht Sinn, was wir machen.
00:32:51: Das ist ganz oft auch bei uns ... Wenn wir Vorstellungsgespräche oder so haben... Ist ja nicht bei uns so.
00:32:59: ganz oft aber passiert eben schon mal, dass in den letzten Jahren sich Menschen bei uns beworben haben, die gesagt haben ich möchte etwas Sinnhaftes machen.
00:33:09: Etwas fürs die Gesellschaft tun und das ist auch so etwas wo ich denke da hat sich jetzt auch was getan weil doch immer mehr Menschen so ein anderes Bild vom Bibliothek entsteht.
00:33:19: Also es kommt immer noch, ich lese auch gerne ...
00:33:23: Schadet
00:33:24: nicht?
00:33:25: Und das ist natürlich auch... Das ist vielleicht auch etwas.
00:33:27: Jetzt könnte man sagen ja wo muss eine Bibliotekendritte Ort sein.
00:33:30: Es kann jetzt auch irgendwie könnte man eine Markthalle umbauen und einen dritten Ort draus machen.
00:33:35: Wenn's nur darum geht Begegnungsraum zu schaffen.
00:33:37: aber das ist ja das Besondere.
00:33:39: also ich finde zwei Sachen sind dann besonders bei einer öffentlichen Bibliothekheutzutage eher Analoge und digitale Angebote stehen völlig gleichwertig nebeneinander.
00:33:49: Also man kann bei uns ganz klassisch seine Bücher ausleihen, seine Zeitschriften und Zeittogen im Papierform lesen so wie man das will.
00:33:58: Und gleichzeitig kann man das Ganze aber eben auch digital haben.
00:34:02: Man kann beides machen!
00:34:02: Man kann nur das eine machen, man kann nur dass andere machen... Das finde ich erst einmal völlig wertfrei steht es bei uns nebenein.
00:34:10: Das nächste ist wenn jemand zu uns kommt und sagt, ja ich bin... vielleicht zu Hause alleine und ich habe auch nicht viel Geld.
00:34:17: Und statt auf meinem Handy da immer irgendwelche News-Portals so durchzuklicken, gehe ich doch dahin und dann nehme ich vielleicht mal eine Zeitung in die Hand?
00:34:26: Dann würde ich jetzt mal behaupten, die Sachen, die bei uns im Regal stehen und die z.B.
00:34:32: bei uns ein Zeitschriftenangebot sind, das sind dann wirklich auch verlässliche Informationen.
00:34:37: Das ist ja auch etwas in heutigen Zeiten was wirklich ne wichtige Frage ist.
00:34:42: Total!
00:34:43: ... diese Kombination von so einem, also wirklich Medien und auch Bildungsangebot.
00:34:49: Also Menschen auch an vielleicht auch Medien- und Inhalter heranzuführen... ...und sie zur Verfügung zu stellen.
00:34:56: dann das Thema von Teilhabe.
00:34:59: Also auch so einer digitalen Teilhube.
00:35:02: Also ich sage mal man kann, sagst du immer, sich Apps runterladen zum Teil muss ich da Abos abschließen kostet Geld habe ich vielleicht nicht.
00:35:13: Bei uns hat man über ein Bibliotheksausweis dann aber das inklusive mit dabei und ich kann es einfach mal machen und tun.
00:35:20: Ich kann auch Filme gucken, ich kann Musik so hören, ich kan elektronische Bücher lesen oder Hörbücher.
00:35:26: ist alles damit dann so machbar.
00:35:29: Und eben dann dieses wirklich Begegnungsraum sein und Zugangs einfacher öffentlicher Begegenungsraum.
00:35:40: Ja, sehr schön.
00:35:41: Hast du sehr schön gesagt, gut dass ich aus einem Stichpunkt teilhabe und noch mal mit eingebracht habe?
00:35:44: Genau!
00:35:45: Es ist ganz wichtig immer wenn ich da war oder wenn irgendwie dann eine Veranstaltung war... Ich lerne immer was Neues über die Stabilität, also bei den Angeboten oder so.
00:35:52: Weil ich denke das habt ihr auch noch.
00:35:54: Da ist wirklich viel dabei und ich habe aktuell, ich sag das mal gerne, ich weiß gar nicht, das macht keiner meist mit mir mit aber ich hab auf meinem Merk-Zettel aktuell ein Hundertfünfzig Titel Das macht mir einer mit bei dem Bettel, was ich da aufmache.
00:36:11: Und dann finde ich schon viel.
00:36:13: und was ich sehr geil finde ist wenn man... weil ich bin Fan davon das Buch nicht selber zu besitzen sondern es auszuleiten.
00:36:18: Ich kaufe auch schon mal einen Buch ab!
00:36:19: Weil das macht ja auch Spaß.
00:36:21: und wenn man in so einem schönen Buch hat...
00:36:22: Jaa,
00:36:23: ist auch sehr schön.
00:36:24: Ich liebe das aber auch wenn ich es ausleihen kann und wieder zurückgehen und es nicht selber besitze muss und immer nicht alles selber... ... haben muss.
00:36:31: Das finde ich, da bin ich großer Fan von.
00:36:33: und manchmal wenn ein Buch nicht in der App ist dann gebe ich das... Dann kann man ja auch angeben dass man das gerne hätte.
00:36:37: aber und dann kriege ich irgendwann eine E-Mail so dein Buch jetzt da und es gibt es hier jetzt und ich bin mir sehr cool, ne?
00:36:44: Erstmal habe ich das gemacht, hatte das geht und beim zweiten Mal hat's auch geklappt.
00:36:47: also ganz toll!
00:36:47: Aber dieses Moment aber ist ja nicht schlimm weil das meiste ist ja wie gesagt ich hab nur eine Hundertfünfzehnte auf meiner Merkliste also ich hab da keinen Stress.
00:36:55: Ja, das Auswahl
00:36:57: ist da.
00:36:58: Wo ich eben, was ihr im Rad meinte so ein bisschen dieses Kundeninteresse ist.
00:37:01: Dass das bei uns hohen Stellen, also eigentlich schon einen hohen stellenwert hat.
00:37:05: und das Thema Nachhaltigkeit, das geht ja bei uns auch seit Jahren dann schon wieder weiter sind ja nicht nur die Bücher oder Zeitschriften, Zeitschriften-Abo ist ja auch zum Beispiel.
00:37:16: Hast du einen Zeitschriftabo?
00:37:17: Dann liegen sie zu Hause.
00:37:20: Ganz ehrlich, wann guckt man da noch mal in so einer Zeitschrift von vor fünf Monaten rein?
00:37:24: Und die
00:37:24: kosten ja auch richtig viel Geld.
00:37:26: Ja und das ist natürlich auch irgendwie dann ein tolles Angebot.
00:37:30: aber dass wir hier eben auch sowas wie eine Bibliothek der Dinger haben also dass du ja so Dinge Werkzeug was man nur einmal braucht.
00:37:38: oder wenn man Kinder hat und man macht seinen Sommergeburtstag irgendein Großspielzeug für einen Garten wo man vielleicht auch zu Hause gar nicht mehr weiß wo man das alles lagern sollte kleines Instrument ausprobieren oder ich will Stricken mal ausprobierend, also so die völlig bunte Mischung bei uns.
00:37:56: Also da auch gerne mal entweder auf der Homepage im Katalog gucken Oder einfach mal da am Strang vorbeigehen, dann sieht man das ja auch was da drin steht oder hängen so kleine Beschreibungen.
00:38:08: Das ist uns natürlich sehr wichtig.
00:38:11: Ein bisschen Nachhaltigkeitsvorbild ist vielleicht ein bisschen stark gesagt aber der Kaffeeautomat, dass man die Porzellanbächer nutzen kann und es dann sogar noch günstiger ist als wenn ich den Pappbäcker ziehe... Solche kleinen Sachen, da versuchen wir natürlich auch irgendwie ein bisschen dem Menschen mal sowas zu zeigen was eigentlich möglich ist.
00:38:34: Also darf man auch wenn man irgendwas hat was Gutes natürlich oder auch irgendetwas was noch Bedarf vielleicht ist darf man euch dann mitgeben wenn man vor Ort ist höre ich daraus.
00:38:45: Also wenn ich jetzt vor Ort bin, merke hier wäre gut das.
00:38:48: Ach so!
00:38:48: Das habe ich
00:38:49: noch nicht idee oder auch einfach mal sagen was besonders schön war, dann darf man das gerne aufbauen.
00:38:55: Gerne,
00:38:55: also ich finde auch dass zum Beispiel... Ich hab' das ja eben gerade erzählt mit der Kinderbibliothek und den Interviews die wir geführt haben und auch mit den lernenden Studenten, Schülern usw.. Ein ganz toller Effekt dieser Interviews war nicht nur, dass man da so ein bisschen mal gehört hat wie die ihre Freizeit gestalten und was man dann für unsere Angebote rausziehen kann.
00:39:19: immer und ganz oft auch wirklich positives Feedback an die Kollegen gegangen ist, sehr persönlich.
00:39:24: Und das war wirklich ein ganz toller Effekt.
00:39:26: Also am Anfang hatten alle so'n bisschen Scheu oder jemanden zu interviewen und vielleicht sogar noch nach Hause fahren.
00:39:32: Es ist so ein bisschen die Corona-Zeit und so'nn bisschen da zwischengeschossen... Da haben wir es zum Teil eben auch mussten was dann digital machen.
00:39:40: aber dass war wirklich ganz tolle Effekt!
00:39:42: Kolleginnen und Kollegen in diesen Gesprächen da oft wirklich auch eine tolle Rückmeldung bekommen haben.
00:39:48: Infodienst auch passiert.
00:39:50: Das muss ich auch nicht
00:39:51: verkehrt, das können wir immer anbringen.
00:39:55: Aber eben positive Anregungen gerne immer zu den Kollegen geben.
00:40:01: also nicht nur warten bis ich da irgendwo rumlaufe sondern dass das auch gerne gerne auch gern per Mehl oder so an uns geben sehr
00:40:13: schön.
00:40:14: Ich danke dir erst mal für diesen ausführlichen Einblick in eure schön dritten Ort, die Stadtbiothek hier in Gütersloh.
00:40:21: Mir hat das sehr gut gefallen und ich finde es super interessant.
00:40:24: Wir nehmen mit, wir laden alle einen vorbeizukommen und einfach auf sich wirken zu lassen.
00:40:29: Genau!
00:40:30: Gerne unseren Instagram-Kanal abonnieren oder auf der Homepage gucken – da ist immer so was grad topaktuelles auch vorne drauf.
00:40:36: Oder eben einfach reinkommen und mal gucken.
00:40:39: Sehr gut, so machen wir das.
00:40:40: Ich danke Dir.
00:40:41: Ja vielen Dank Frauke.
00:40:55: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:40:57: Ich hoffe, ihr rennt jetzt alle in die Stabi und guckt euch das mal vor Ort an!
00:41:01: Berichtet gerne von euren Erfahrungen euren Gedanken zu diesem Thema per Mail an contactatgroßerartig.de.
00:41:09: Bis zum nächsten Mal.